Rigiverbändler mit starker Leistung
Von Sonja Heinzer
Am Sonntagabend liess sich der neue Schwingerkönig Armon Orlik in der Glarnerland Arena krönen. Er profitiert vom gestellten Schlussgang zwischen Samuel Giger und Werner Schlegel. Die Innerschweizer Delegation gewann 10 Kränze, wovon einer in den Kanton Schwyz wanderte. Die Rigiverbändler überzeugten mit guter Schwingerarbeit.
Wer wird König? Diese Frage stellte sich in den vergangenen Wochen so mancher Schwingfan. Durch die offene Ausgangslage wurde im Vorfeld heiss darüber diskutiert. Jetzt kennen wird die Antwort. Der neue Schwingerkönig heisst Armon Orlik. Erstmals in der Geschichte vom ESAF wurde der Titel des Schwingerkönigs von einem Nicht-schlussgangteilnehmer geerbt.
Dreifache Führung der Nordostschweiz
Mit Schlegel Werner führte am Samstagabend ein Nordostschweizer das Feld an. Im fünften Gang folgte für Schlegel die Niederlage gegen den Berner Orlik Curdin. Ein Plattwurf im sechsten und ein gestellter siebter Gang gegen Joel Wicki führten Ihn wieder an die Ranglistenspitze. Dort befand sich auch Samuel Giger. Er gewann fünf seiner Duelle, zweimal stellte er. Doch damit nicht genug, ein dritter Nordostschweizer fand sich an der Ranglistenspitze wieder; Armon Orlik. Auch er gewann fünfmal und stellte zweimal. Nach sieben Gängen stand fest; es gibt einen rein nordostschweizerischen Schlussgang. Das Kampfgericht entschied sich für Werner Schlegel und Samuel Giger. Im achten Gang sorgte Armon Orlik mit seinem Plattwurf gegen Pirmin Reichmuth für einen Jubelsturm bei den Nordostschweizern und für Orlik war klar, dass er das Fest auf dem ersten Schlussrang beendet. Im Schlussgang suchten Giger und Schlegel beide die Entscheidung, doch es gelang keinem von beiden Ihren Kontrahenten zu bezwingen. Armon Orlik profitierte vom gestellten Schlussgang und wurde zum neuen Schwingerkönig ernannt.
Innerschweizer holen zehn Kränze
Als bester Innerschweizer klassierte sich Lukas Bissig im 5. Schlussrang. Er zählt zu den sechs Innerschweizern, welche sich das erste Eidgenössische Eichenlaub aufsetzen konnten. Mit Joel Wicki, Matthias Herger, Sven Schurtenberger und Pirmin Reichmuth holten sich vier Eidgenossen erneut den Kranz. Für Pirmin Reichmuth war es das letzte Schwingfest der Karriere. Er durfte sich nach seinem letzten Gang von den zahlreichen Fans feiern lassen. Auch ein Schwyzer Schwinger sicherte sich den Kranz. Der Mythenverbändler Silvan Appert zählt ebenfalls zu den Neueidgenossen.
Rigiverbändler mit Kranzchancen
Auch die Rigiverbändler wussten mit einer guten Leistung zu überzeugen. Der Goldauer Lukas Heinzer unterlag im Anschwingen dem Berner Alex Schär. Zwei Siege gegen Marc Jörger und Manuel Weber brachten ihn in der Rangliste wieder ein Stück nach vorne. Im vierten Gang stellte er gegen den Eidgenossen Samir Leuppi. Mit zwei Siegen am Sonnatgmorgen gegen Remo Hiltbrunner und den Eidgenossen Martin Hersche lag Heinzer bis zur Mittagspause auf Kranzkurs. Im siebten Gang wurde Ihm mit Sascha Streich ein defensiv eingestellter Schwinger entgegengestellt. Der Gang endete gestellt. Im letzten entscheidenden Gang erhielt Heinzer mit dem Eidgenossen Phillip Roth ein Schwergewicht. Auch dieser Gang endete resultatlos und somit verpasste Lukas Heinzer den Kranz um einen halben Punkt. Trotzdem darf er mit dem 12. Schlussrang und einer guten Leistung zufrieden sein. Als zweitbester Rigiverbändler beendete Benno Heinzer den Wettkampf auf dem 17. Rang. Im Anschwingen stellte er gegen Simon Winzeler. Anschliessend bezwang er Severin Staub. Ein weiterer gestellter Gang gab es gegen den Eidgenossen Samir Leuppi. Im vierten Gang verlor er gegen Dominik Roth. Mit einem gewonnenen Duell im fünften und einem verlorenen im sechsten Gang erreichte er bei seiner ESAF-Premiere knapp den Kranzausstich. Den siebten Gang konnte der Goldauer für sich entscheiden, im achten verlor er gegen Janik Korrodi. Im 18. Schlussrang klassierte sich Pirmin Suter. Im Anschwingen bezwang er Janos Bachmann. Im zweiten Gang verlor er gegen den Eidgenossen Curdin Orlik. Der dritte Gang gegen Gian-Maria Odermatt endete resultatlos. Im vierten Gang verlor er gegen Kai Hüglj. Am Sonntagmorgen entschied er den fünften und den sechsten Gang für sich und erreichte ebenfalls den Kranzausstich. Zu diesem Zeitpunkt war es Ihm noch möglich den Kranz zu gewinnen. Im siebten Gang stellte er jedoch gegen Melchior Huber und im letzten Gang verlor er gegen das Nordostschweizer Schwergewicht Mario Schneider. Reto Andermattt konnte bei seiner ESAF-Premiere sechs Gänge bestreiten. Im Anschwingen bezwang er den Teilverbandskranzer Leo Siegenthaler. Im zweiten Gang verlor er gegen Reto Thöni. Im dritten Gang gab es einen gestellten gegen Janos Bachmann. Nach einem attraktiven vierten Gang verlor er nach längerer Gangdauer gegen Timo Gisler. Einen gestellten und ein verlorener Gang gab es am Sonntagmorgen und somit verpasste er den Kranzausstich. Alle vier Rigiverbändler konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und gesund wieder den Heimweg antreten. Es war ein gelungenes ESAF mit vielen schönen Eindrücken und attraktiven Zweikämpfen.

