Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag 2026 in Aarau Rohr

Tobias Inderbitzin siegte

 

Vor 1850 Zuschauer kämpften am Samstag, 6. Juni 2026, 283 Nachwuchs-schwinger in einer atemberaubenden Arena um den begehrten Doppelzweig, welcher am Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag vergeben wurde. Die Jungschwinger aus den Kantonen Aargau, Basel, Solothurn und Schwyz boten den Zuschauerinnen und Zuschauern attraktiven Schwingsport auf höchstem Niveau. Der Rigiverbändler Tobias Inderbitzin konnte sich nach einer starken Aufholjagd den Kategoriensieg nach Arth holen.

 

Von Pascal Bürgler

 

Am Samstag, 6. Juni 2026, zog der Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag alle Blicke nach Aarau Rohr. In der Arena, die am nächsten Tag Schauplatz des Aargauer Kantonalschwingfests sein sollte, trafen 283 Nachwuchsschwinger aus Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn auf Gäste vom Rigiverband und aus Boltigen im Berner Oberland. Die Jungschwinger lieferten über den ganzen Tag packende Zweikämpfe. Die 1850 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten mitreissende Momente und bildeten eine eindrucksvolle Kulisse, die die Nachwuchsschwinger zu Höchstleistungen anspornte.

 

Eine 15-köpfige Delegation des Rigiverbands machte sich auf den Weg nach Aarau Rohr. Die sechs Jungschwinger Tobias und Lukas Inderbitzin, Finn Iten, Luca Bürgler, Gregor Villiger und Sandro Röllin erkämpften sich den begehrten, speziellen Doppelzweig (26 Blatt, 7 Eicheln). Dieser Zweig wird ausschließlich am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag sowie an Teilverbands-Nachwuchsschwingertagen vergeben. Die Zweigquote beträgt dort maximal 34 Prozent, was die Verteilung deutlich einschränkt und Zweige dieser Art zu einer Seltenheit macht.

 

Der Start von Tobias Inderbitzin in der ältesten Kategorie (Jahrgang 2009–2010) lief nicht optimal. Im ersten Gang musste er sich gegen Jonas Bühler geschlagen geben. Den zweiten Gang stellte er gegen Moritz Truckenmüller. Dann legte Tobias los: Er gewann die nächsten vier Gänge gegen Kevin Wolf, Kenai Waldmeier, Remo Räber und Florian Gauch. Nach sechs Gängen hatte Tobias Inderbitzin 57.25 Punkte auf seinem Notenblatt und schaffte sich so eine hervorragende Ausgangslage. Im Schlussgang standen sich Yanik Nussbaumer und Jonas Bühler gegenüber. Die beiden griffen schon im dritten Gang zusammen und auch im Schlussgang konnte keiner der beiden Athleten nach acht Minuten den Gang für sich entscheiden. Tobias Inderbitzin war der strahlende Dritte und durfte so den Festsieg entgegennehmen.

Der besondere Festsieg von Tobias Inderbitzin wurde im Anschluss im Restaurant Schöntal in Oberarth bei Martin Annen gefeiert. Vielen herzlichen Dank für das feine Glace Martin.

 

Festsieger: Tobias Inderbitzin

 

Eine schöne Überraschung gab es für alle 283 Jungschwinger. Jeder durfte ein Trycheli nach Hause nehmen.

 

Die Zweiggewinner (von links): Tobias Inderbitzin, Gregor Villiger, Luca Bürgler, Finn Iten, Sandro Röllin und Lukas Inderbitzin

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