Stoos-Schwinget

Starke Rigiverbändler werden nicht mit Kranz belohnt

Von Sonja Heinzer

 

Werner Schlegel konnte das erste Bergkranzfest der Saison auf dem Stoos für sich entscheiden. Im Schlussgang bodigte der Nordostschweizer Gast den Luzerner Elias Lüscher. Der Rigiverband war mit drei Schwingern am Stoos- Schwinget vertreten.

 

Am Sonntag, 14. Juni 2026, fand mit dem Stoos- Schwinget traditionellerweise das erste Bergkranzfest der Schwingsaison statt. Dieses Jahr waren nebst den Innerschweizern, die Nordost- und Nordwestschweizer Schwinger zu Gast. Die 3‘600 Zuschauer waren gespannt wie sich die Innerschweizer Schwinger gegen die hochkarätigen Gäste, wie Nick Alpiger, Joel Strebel, Damian Ott und Werner Schlegel schlagen werden.

 

Mit dem Nordostschweizer Werner Schlegel konnte sich am Ende des Tages einer der meistgenannten Favoriten durchsetzen. Nach dem gestellten Gang zum Auftakt gegen Nick Alpiger reihte der Eidgenosse Sieg an Sieg und qualifizierte sich für den Schlussgang. In diesem stand ihm mit dem Luzerner Elias Lüscher ein Innerschweizer gegenüber. Mit drei Siegen, einem verlorenen Gang gegen Marius Frank und einem gestellten Gang gegen Aaron Kiser qualifizierte sich Lüscher überraschend für die Endausmarchung. Dies gelang Ihm vor allem, da der Luzerner in all seinen Gängen die Maximalnote holte. Im Schlussgang machte Werner Schlegel kurzen Prozess und siegte bereits nach 53 Sekunden mit Nachdrücken am Boden gegen Elias Lüscher.

 

Die Innerschweizer konnten sieben der dreizehn abgegebenen Kränze gewinnen. Mit Michael Gwerder konnte sich ein Schwyzer Schwinger ebenfalls den Kranz sichern. Diesen verpassten die Rigiverbändler nur knapp.

 

Benno Heinzer klassierte sich als bester Rigiverbändler im 10. Schlussrang. Im Anschwingen stellte er gegen den Eidgenossen Lars Voggensperger. Den zweiten und den dritten Gang gegen Arjuna Fuster und Aaron Rüegger konnte er für sich entscheiden, ehe im vierten Gang ein weiterer Gestellter gegen den Eidgenossen Tim Roth dazukam. Dank seines Sieges im fünften Gang gegen Bernold Christian, war es Ihm möglich im sechsten Gang um den begehrten Kranz zu schwingen. Den entscheidenden Gang verlor er jedoch gegen den Luzerner Luc Bissig.

 

Ernstkampf zwischen Benno Heinzer (hinten) und Tim Roth

 

Nur einen Viertelpunkt hinter Benno Heinzer klassierte sich sein älterer Bruder Lukas Heinzer. Mit dem Blitzsieg gegen Aaron Kiser startete der Zimmermann optimal in den Wettkampf. Im zweiten Gang stellte er gegen den Eidgenossen Joel Strebel. Im dritten Gang kam ein weiterer Sieg gegen Beat Suter dazu und somit lag er zur Mittagspause auf Kranzkurs. Einen attraktiven Gestellten Gang gab es im vierten Duell gegen Damian Ott. Im fünften Gang wurde Ihm mit Nick Alpiger bereits der dritte Eidgenosse zugeteilt, da Heinzer zu diesem Zeitpunkt um den Schlussgangeinzug schwingen konnte. Diesen Gang verlor er. Im sechsten Gang wurde Ihm der Zuger Joel Suter zum Verhängnis, welcher Heinzer bereits im ersten Zug mit Wyberhaken bodigen konnte. Somit verpasste der Rigiverbändler den Kranz und klassierte sich im 11. Schlussrang.

 

Lukas Heinzer (hinten) im Duell mit Joel Strebel

 

Auch Reto Andermatt zeigte eine starke Leistung. Nach dem gestellten Gang zum Auftakt gegen Roland Bucher, konnte er die nächsten beiden Gänge gegen Mario Bösch und Timo Gisler für sich entscheiden. Somit war der Arther zur Mittagspause an der Ranglistenspitze zu finden. Im vierten Gang musste er sich gegen den Eidgenossen Jonas Burch und im fünften dem Co- Sieger vom Luzerner Kantonalen Jonas Amrhyn geschlagen geben. Somit fiel auch er aus dem Kranzrennen. Im letzten Gang gab es gegen Aaron Kiser einen weiteren attraktiven Gestellten. Am Ende klassierte sich Reto Andermatt im 14. Schlussrang.

 

Reto Andermatt (hinten) schwang im 4. Gang gegen Jonas Burch

Rangliste

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