Generalversammlung

Die diesjährige Generalversammlung des Schwingerverbandes am Rigi fand im Restaurant Hirschen, Steinerberg, statt. Die Mitglieder schauten auf ein intensives Jahr zurück, nicht zuletzt wegen des Schwyzer Kantonalen in Arth. Beim nationalen Höhepunkt in Interlaken mit dem Unspunnenschwinget qualifizierten sich mit Bruno Linggi und Stefan Kenel gleich zwei Einheimische.

 

In seinem ersten Amtsjahr führte Präsident Rochus Büeler kompetent durch die Generalversammlung.  Dabei nahm er mit Stolz Rückschau auf ein intensives Jahr: Nicht weniger als fünf Schwingfeste wurden vom Schwingerverband am Rigi organisiert. Den Organisationskomitees sei an dieser Stelle für ihre professionelle und zeitintensive Arbeit gedankt. Höhepunkt im Verbandsgebiet der Rigiverbändler war am 14. Mai das Schwyzer Kantonale in Arth. OKP Franz Kenel blickte dabei auf einen äusserst gelungenen Anlass zurück. Trotz zum Teil misslichen Bedingungen konnte die wunderbare  Arena, unter der Leitung der beiden Bauchefs Albert Marty und Kaspar Inderbitzin, rechtzeitig aufgebaut werden. Vor rund  3600 Zuschauer liess sich der Gersauer Andy Ulrich als Sieger feiern. In der Endausmarchung überlistete er den Ausserschwyzer Andreas Höfliger mit Fussstich. Eher enttäuschend verlief der Wettkampf für die einheimischen Rigiverbändler, die das angestrebte Ziel von drei bis vier Kränzen klar verfehlten. Die Kohlen aus dem Feuer konnte Stefan Kenel mit dem hervorragenden Rang 3d holen. „Vielleicht haben die Rigiverbändler mit dem Aufbau der Arena ihr Pulver bereits schon unter der Woche verschossen“, mutmasste mit einem Augenzwinkern der OKP Franz Kenel. Abschliessend richtete Präsident Rochus Büeler seinen Blick schon vorwärts: In sechs Jahren findet im Verbandsgebiet der Rigiverbändler das 100. Schwyzer Kantonale statt.

 

Turbulentes Rigi-Schwinget

 

Der OKP des Rigi Schwing- und Älplerfestes Peter Inderbitzin wird von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt. Er hatte ein turbulentes Rigi-Schwinget hinter sich. Da sich der Führende Bruno Nötzli im Schlussgang gegen den Sörenberger Joel Wicki am Knie verletzte und nicht mehr weiter Schwingen konnte, musste ein neuer Schlussganggegner gesucht werden. Der nachfolgend  Punkthöchste, Sven Schurtenberger, befand sich aber bereits unter der Dusche. Trotzdem ging im Duell der beiden Luzerner Schurtenberger als Sieger hervor  und konnte sein bisheriges Karrierehighlight feiern. Leider verletzte sich Joel Wicki dabei – die Stimmung war danach gedrückt und die Verwirrung gross. Hervorzuheben ist, dass das OK sowie die Einteilung reglementarisch absolut korrekt gehandelt haben und einige kritische Stimmen unbegründet daherkamen. Der Schwingsport kann, wie andere Sportarten auch, zu Verletzungen führen. Dass sich gerade zwei Schlussgangteilnehmer verletzten, ist natürlich sehr unglücklich. Die Schuld dafür jemanden zuzuschieben ist aber mehr als nur unsportlich.

 

Herbert Bürgi tritt ab

 

Nach zehnjähriger Amtszeit als OKP des Nachwuchsschwinget in Lauerz hat Herbert Bürgi demissioniert. Bei seiner Dankesrede hob er die Wichtigkeit von einem gut funktionierenden OK hervor. Der Schwingerverband am Rigi bedankte sich bei Herbert für seine tolle Arbeit in den vergangenen Jahren und überreichte ihm ein schönes Präsent.

 

Herbert Bürgi, langjähriger OKP des Nachwuchsschwinget Lauerz, tritt ab

 

Mit Franz Kenel, dem umsichtigen OKP des diesjährigen Schwyzer Kantonalen,  und dem Aktivschwinger Roland Schindler wurden zwei Schwingerkameraden für ihre Verdienste zum Freimitglied ernannt. Reto Andermatt, Michael Bürgi, Livio Fischlin, Matthias Fischlin, Pirmin von Rickenbach, Simon Kenel, Aldo Spichtig und Marco Weber  konnten als Zeichen ihrer Aufnahme in den Verband von Präsident Rochus Büeler die Statuten in Empfang nehmen.

 

Die Versammlung honorierte die Verdienste von Franz Kenel und Roland Schindler mit der Freimitgliedschaft

 

Unspunnen mit Bruno Linggi und Stefan Kenel

 

Die Aktivschwinger konnten insgesamt acht Kränze erobern. Am 100. Urnerkantonalen in Altdorf reihte sich René Fassbind unter die Eichenlaubgewinner ein. Den Löwenanteil der gewonnen Kränze  stellten Bruno Linggi (4 Kränze) und Stefan Kenel (3 Kränze). Damit wurden sie vom ISV für das Unspunnenschwinget selektioniert und dürfen sich somit zu den 120 besten Schwingern des Landes zählen. Beide konnten sich erfolgreich  für den Ausstich qualifizieren. Im zweiten Gang legte Kenel sogar den Nordwestschweizer Eidgenossen Christoph Bieri auf den Rücken.  Einen besonderen Erfolg konnte Bruno Linggi auf dem Zugerberg feiern, da er seinen ersten Sieg bei einem Rangschwinget einfahren durfte.

 

Grosse Erfolge feierten auch die Jungschwinger. Mit den beiden Brüdern Benno und Lukas Heinzer sowie Ronnie Blätter hatte der Schwingerverband am Rigi in dieser Saison, nebst weiteren zahlreichen Auszeichnungen, drei Siegschwinger. Dank der Arbeit des Jungschwingerbetreuers Erich Inderbitzin und seinen Trainingshelfern darf der Klub positiv in die Zukunft schauen.

 

Agenda 2018

 

25. Februar 2018: Schwinger-Skirennen auf der Rigi

 

18. März 2018 (evtl. 25. März 2018): Frühjahrsschwinget Oberarth

 

10. Mai 2018: Rothenfluh-Schwinget, Gutwinde, Oberarth

 

27. Mai 2018 (evtl. 03. Juni 2018): Nachwuchsschwinget Lauerz

 

08. Juli 2018 (evtl. 15. Juli 2018): Rigi Schwing- und Älplerfest